Bevor wir euch mit auf unsere Abenteuer entlang der Westküste nehmen, dachte ich mir, es macht Sinn, erstmal einen Schritt zurückzugehen. Denn bevor es überhaupt losgehen konnte, gab es einiges an Vorbereitung zu treffen. Der Abschnitt zwischen Perth und Darwin ist nochmal eine ganz andere Hausnummer als das, was wir bisher an der Ost- und Südküste erlebt hatten. Die Entfernungen sind riesig, die Infrastruktur wird deutlich dünner und die Straßen wechseln immer wieder zwischen Asphalt und Outback-Piste. Also, was solltet ihr vorher bedenken? Hier kommt unser Guide, egal ob ihr mit einem 4WD oder 2WD unterwegs seid.
Lebensmittel auf Vorrat einkaufen
Der wohl unterschätzteste Punkt: Zwischen Perth und Darwin gibt es nur sehr wenige große Supermärkte. Die kleinen Roadhouses und Dorfläden, die ihr unterwegs findet, haben zwar meistens das Nötigste, aber die Preise dort können wirklich schmerzhaft sein. Deshalb haben wir uns in Perth nochmal ordentlich eingedeckt. Pasta, Reis, Dosengemüse, Thunfisch, Haferflocken, quasi alles, was sich lange hält und nicht gekühlt werden muss, kam bei uns in großen Mengen in den Vorrat. Das hat uns nicht nur bares Geld gespart, sondern auch dafür gesorgt, dass wir nicht ständig planen mussten, wann der nächste größere Supermarkt kommt.
Das Auto auf Vordermann bringen
Wenn ihr, so wie wir, einen längeren Zwischenstopp in Perth einlegt, dann ist das der perfekte Zeitpunkt, um euer Fahrzeug nochmal ordentlich aufzubereiten. Wir haben unserem Troopy hier ein neues Suspension Kit mit 2 Inch Lift verbauen lassen und zusätzlich eine neue Heckstoßstange mit zwei Schwingarmen für Sprit- und Wasserkanister. Die Arbeiten haben wir bei TJM in Perth machen lassen und mit knapp unter 10.000 Dollar war das definitiv eine größere Investition. Ich hab mir hier aber gedacht, warum soll ich warten bis ich wieder an der Sunshine Coast bin, obwohl ich diese Modifikationen genau jetzt so richtig brauchen könnte. Der Grund, warum wir uns für genau 2 Inch entschieden haben: Das ist die höchste Höhe, für die ihr in Australien keine extra Abnahme braucht, um legal unterwegs zu sein. Alles darüber hinaus zieht nochmal zusätzlichen bürokratischen Aufwand und auch Kosten nach sich. Die Investition hat sich auf diesem Teil der Lap wirklich mehr als gelohnt, da es hier deutlich mehr Offroad-Strecken gibt als an der Ostküste.
Aber auch wenn ihr kein 4WD-Umbauprojekt plant, solltet ihr die Zeit in Perth nutzen, um euer Auto checken zu lassen. Ein voller Service, ein Blick auf die Reifen und im besten Fall ein Ersatzreifen zusätzlich zum Standard-Spare sind hier fast schon Pflicht. Wer im 4WD unterwegs ist und vorhat, Strecken wie die Gibb River Road zu fahren, sollte definitiv über eine zweite Ersatzreifen-Option und ein bisschen Recovery-Equipment wie Sand Tracks, eine Schaufel und ein Abschleppseil nachdenken.
Wasser und Sprit im Blick behalten
Die Distanzen zwischen den Tankstellen können hier teilweise wirklich groß werden. Zusätzliche Kanister für Sprit und Wasser sind daher keine schlechte Idee, vor allem, wenn ihr abseits der Hauptstraßen unterwegs seid. Selbst wenn ihr auf dem Highway bleibt, ist es sinnvoll, immer genug Wasser für den Notfall dabei zu haben, denn hier draußen ist die Hitze kein Witz.
Navigation ohne Netz
Vergesst nicht, dass der Handyempfang entlang großer Teile der Westküste einfach nicht existiert. Wir haben uns deshalb Offline-Karten auf Google Maps und auch auf Wikicamps heruntergeladen, bevor wir Perth verlassen haben. Wer tiefer in den Outback-Modus geht, sollte auch über ein UHF-Radio nachdenken, um mit Roadtrains und anderen Reisenden kommunizieren zu können, und im Idealfall über ein PLB (Personal Locator Beacon) für den absoluten Notfall. Den hatten wir persönlich nicht, aber wenn ihr richtig off grid gehen wollt, dann macht das absolut Sinn.
Camping-Gear checken
Da wild campen entlang der Westküste an vielen Stellen möglich und auch super beliebt ist, lohnt es sich, eure Camping-Ausrüstung nochmal durchzuchecken, bevor ihr losfahrt. Kühlbox oder Kompressor-Kühlschrank, Gaskartuschen, genug Batteriekapazität für Solarpanels, all das sollte funktionieren, bevor ihr euch für längere Zeit von der Zivilisation entfernt. Wir haben auch noch unser altes Dachzelt verkauft und dafür ein besseres Model (secondhand) gekauft, was uns ebenfalls den besten Dienst auf der Reise erwiesen hat.
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Auch für 2WD-Reisende relevant
Auch wenn ihr mit einem 2WD unterwegs seid und euch hauptsächlich auf dem Highway bewegt, solltet ihr nicht unterschätzen, wie groß die Distanzen hier sind. Ein Pannenschutz-Mitgliedschaft wie bei der RAC, ausreichend Wasser und Snacks im Auto und ein Blick auf die Reifen vor der Abfahrt sind auch hier ein Muss. Ihr müsst zwar keine Offroad-Ausrüstung anschaffen, aber die grundlegende Vorbereitung auf lange, einsame Strecken solltet ihr nicht vernachlässigen.
Ein letzter Tipp + ultimative Checkliste
Egal, wie gut ihr euch vorbereitet, die berühmten australischen Fliegen werden euch trotzdem finden. Ein Fliegennetz für den Kopf hat mir besonders vor 6 Jahren den Nerv gerettet, vor allem beim Kochen oder einfach nur beim Sitzen am Lagerfeuer. Die Fliegenzeit hängt auf jeden Fall von der Jahreszeit ab und ich kann euch sagen, im Sommer waren die Fliegen echt sehr nervig. Im Frühling letztes Jahr allerdings war es nicht so schlimm.
Die Vorbereitung für diesen Abschnitt war auf jeden Fall noch mal sehr intensiv, aber sie hat sich absolut gelohnt. Mit vollem Vorrat, einem gecheckten Auto und der richtigen Ausrüstung konnten wir uns dann ganz entspannt auf das freuen, was vor uns lag.
Unser Plan stand ebenfalls schon fest: Wir wollten die gesamte Westküste hochreisen, bis wir das Northern Territory erreichen, um dann von dort aus quer durchs Land wieder Richtung Osten zu fahren. Ein ziemlich ambitionierter, aber umso spannenderer Plan.
Im nächsten Blog nehmen wir euch dann endlich mit auf unseren Tagesausflug nach Rottnest Island, bevor es für uns offiziell Richtung Norden losging. Und damit für euch alles noch ein bisschen einfacher wird, hier noch die ultimative Checkliste:
Vorbereitung für den WA-Roadtrip:
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Vorrat an Lebensmitteln (Pasta, Reis, Dosenware) einkaufen
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Auto-Service und Reifencheck (plus Ersatzreifen für längere Etappen)
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Bei 4WD: Suspension/Lift und Recovery-Gear prüfen (Sand Tracks, Schaufel, Abschleppseil)
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Zusätzliche Sprit- und Wasserkanister einplanen
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Offline-Karten runterladen (Maps.me, Hema Maps)
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UHF-Radio und ggf. PLB für abgelegene Strecken
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Camping-Gear checken (Kühlbox, Solar, Gaskartuschen)
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2WD? RAC-Mitgliedschaft und Wasser-/Snack-Vorrat nicht vergessen
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Fliegennetz einpacken, ihr werdet es brauchen!
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Viel Spaß und safe Travels!
Cheers Jesko






